Stillgruppe Pauline
    
   


  

Bedeutung des Stillens


Zusammensetzung der Muttermilch:

Muttermilch enthält alles, was dein Kind zum Gedeihen braucht: Wasser (als Hauptbestandteil der Muttermilch), Eiweiß, Fett, Kohlenhydrate, Mineralien, Vitamine und Eisen.
Alle diese Bestandteile tragen auf ihre Weise zur Entwicklung des Gehirns und des zentralen Nervensystems deines Kindes bei, insbesondere der Milchzuckeranteil der Kohlenhydrate, die mehrfach ungesättigten Fettsäuren und die Aminosäuren.

Die Muttermilch liefert deinem Kind wichtige Abwehrstoffe in regelmäßigen Dosen, während sein eigenes Immunsystem langsam reift.
Ein Tropfen Muttermilch enthält etwa 4000 lebendige Zellen. Manche ähneln den Zellen im Blut, andere fressen Bakterien, und wieder andere transportieren Immunglobuline, die als Antikörper wirken.
Alle Inhaltsstoffe bilden zusammen ein unnachahmliches System, dass ineinander greift, zusammen wirkt und einzigartig an der geistigen und körperlichen Entwicklung deines Kindes arbeitet.



Die Zusammensetzung der Muttermilch ist nicht immer gleich, sondern verändert sich.
Die Neugeborenenmilch, das Kolostrum, enthält beispielsweise mehr Eiweiße und damit auch mehr Abwehrstoffe, mehr Mineralstoffe und mehr fettlösliche Vitamine, dafür aber weniger Fett und Kohlenhydrate als die reife Muttermilch.
Auch innerhalb einer Mahlzeit variiert die Zusammensetzung: Am Anfang enthält deine Milch mehr Milchzucker und Wasser, am Ende mehr Fett.
Muttermilch ist der Maßstab, nach dem alle anderen Säuglingsnahrungen
beurteilt werden.


Die Bedeutung für dein Kind:

Die Neugeborenenmilch kleidet als erste Nahrung den Darm deines Kindes von innen aus und erschwert damit das Eindringen von Keimen und allergieauslösenden Stoffen.
Dein Baby wird optimal mit Flüssigkeit und leicht verdaulichen Nährstoffen versorgt. Sie stehen immer in der richtigen Temperatur, Menge und Zusammensetzung zur Verfügung und sind frei von Verunreinigungen.
Leber und Niere deines Kindes werden durch den geringen Eiweiß- und Mineralstoffgehalt entlastet.


Muttermilch schützt vor Krankheiten:

Voll gestillte Kinder leiden durch den einzigartigen Immunschutz der Muttermilch unter anderem deutlich weniger an Durchfallerkrankungen, Atemwegsinfektionen, Mittelohrentzündungen und Harnwegsinfekten und werden nicht so oft ins Krankenhaus eingewiesen.
Allergien – wenn sie überhaupt vorkommen – brechen seltener, später oder in abgeschwächter Form aus.
Auch späteres Übergewicht, Diabetes und einige Krebsformen treten bei gestillten Kindern deutlich seltener auf.


Stillen fördert die Entwicklung:

Die positiven Auswirkungen auf dein Kind reichen weit über die Stillzeit hinaus.
Das Saugen an der Brust begünstigt die Entwicklung des gesamten Mundbereiches.
Eine durch das Stillen trainierte Mundmuskulatur unterstützt das Sprechen lernen.
Das Saugen an der Brust wirkt sich positiv auf die Stellung der bleibenden Zähne aus.
Stillen ist die natürliche Fortsetzung der Schwangerschaft. Mutter und Kind bilden eine Einheit, sind sich weiterhin körperlich nah und lernen miteinander zu kommunizieren.


Die Bedeutung für dich:

Stillen bringt dir hautnahen Kontakt zu deinem Kind - etwa 600 Stunden im ersten halben Jahr.
Stillen macht dich unabhängiger, auch wenn du unterwegs bist.
Stillen macht die Nachtmahlzeiten einfacher.
Die Stillhormone fördern die Rückbildung, reduzieren die Blutungsgefahr nach der Geburt und verzögern meist das Eintreten der Regelblutung.
Der zusätzliche Kalorienverbrauch durch das Stillen erleichtert dir die Gewichtsabnahme nach der Geburt.
Es verringert sich das Risiko in späteren Jahren an Brust- oder Eierstockkrebs zu erkranken.


 
Die Bedeutung für die Familie:
Du sparst Geld, ca. 750 Euro im ersten halben Jahr.
Du sparst Geld, ca. 750 Euro im ersten halben Jahr.
Du sparst Platz in der Mülltonne
  
  


Die Bedeutung für die ganze Gesellschaft:

Stillen schützt die Umwelt, weil die Herstellung sowie Verpackung und Transport der künstlichen Nahrung wegfallen.
Im Gesundheitswesen werden Kosten gespart, weil gestillte Kinder seltener krank sind. Aber auch gestillte Jugendliche und Erwachsene leiden seltener an den sogenannten Zivilisationserkrankungen.



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