Stillgruppe Pauline
    
   


  

Stilltipps

Lege dein Kind so früh wie möglich an. Am besten noch im Kreissaal, vor dem Wiegen und Messen. Dein Kind erhält so die wertvolle Neugeborenenmilch, die reich an Abwehrstoffen, leicht verdaulich und den Bedürfnissen eines Neugeborenen angepasst ist.
Stille dein Kind nach Bedarf, so oft und so lange, wie ihr beide es möchtet. Viele Neugeborene trinken in unregelmäßigen Abständen. 8 bis 12 Mahlzeiten oder sogar mehr innerhalb von 24 Stunden sind völlig normal. Wecke dein Kind, wenn du das Gefühl hast, deine Brust wäre zu voll, und das Trinken des Kindes würde das Spannungsgefühl lindern.
Lege dein Kind Anfangs an beiden Brüsten an, später entsprechend den Wünschen von dir und deinem Kind ein- oder beidseitig.
Vertraue darauf, dass du ausreichend Milch hast, denn Hunger und Durst deines Kindes bestimmen die Menge.
Behalte dein Kind Tag und Nacht bei dir. Dies fördert die Stillbeziehung und hilft im sicheren Umgang mit dem Säugling.
Ein gesundes Kind braucht außer Muttermilch keine zusätzliche Flüssigkeit, auch nicht bei großer Hitze. Wenn es Durst hat, lege es einfach an. Vollgestillte Kinder benötigen keine Beikost (Breie, Säfte, Tees, Wasser) vor dem vollendeten 6. Lebensmonat.
Stillen ist für dich und dein Baby etwas Neues, das ihr beide erst lernen müsst. Hab Geduld, wenn es nicht gleich beim ersten Mal perfekt klappt. Babys sind individuelle Lebewesen – das eine saugt sofort, das andere braucht einige Ermunterung. Eins trinkt sehr viel auf einmal, ein anderes will lieber weniger, aber dafür öfter saugen.
Besonders am Anfang kommt es vor, dass Mütter das Stillen als wenig befriedigend empfinden oder das Anlegen sogar unangenehm ist. Lass dir und deinem Kind ein bisschen Zeit, bis ihr beim Stillen harmoniert.
Das Wichtigste für eine befriedigende, längere Stillbeziehung sind eine bequeme und günstige Stillposition sowie das korrekte Anlegen.
Falls du nach dem Anlegen Schmerzen hast oder dein Kind nur die Brustwarze erfasst hat, löse den Saugschluss im Mundwinkel deines Babys mit einem Finger. Nimm es ab und beginne nochmals.
Lass nach dem Stillen die Muttermilchreste und Speichel deines Kindes an der Brustwarze trocknen und gönne deiner Brust Luft und Sonne. In den ersten Tagen sind Stilleinlagen noch nicht nötig, und du brauchst auch keinen BH. Später sind Stilleinlagen aus Naturmaterialien für deine Brustwarzen angenehmer. Still-BHs sollen keine Abdrücke auf der Haut hinterlassen.
Verwende in den ersten Lebenswochen weder Schnuller noch Flasche. Dein Kind ist an die Brust gewöhnt, ein anderes Saugverhalten kann zu Stillschwierigkeiten führen.
Lass, wenn möglich, dein Kind nach dem Stillen noch eine Zeit lang bei dir. Es braucht nicht nur die Muttermilch, sondern auch deine Nähe.
Iss abwechslungsreich und was dir schmeckt. Viele Ratschläge zu Lebensmittel auf die eine junge Mutter verzichten sollte, damit ihr Kind keine Koliken oder andere Beschwerden bekommt, sind für die meisten Mütter nicht erforderlich, sondern eine unnötige Einschränkung.
Trink in der Stillzeit nach Durst, zwinge dich nicht zu übermäßiger Flüssigkeitsaufnahme.

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